².22 Halltalexpress

Im Halltal findet man zahlreiche Spuren des Salzbergbaus. Auch das weiße Gold genannt! Über 700 Jahre lang wurde hier das Salz unter Tage abgebaut.

Diese anspruchsvolle EBike Tour führt uns vorbei an historischen Gebäuden, Wegen und Übergängen, die Dein Bikerherz höher schlagen lassen werden!

Eigenanreise mit PKW oder Bahn. Treffpunkt ist um 10 Uhr in Mutters beim Hotel Seppl. Nach Einstellen der Leihbikes rollt die Gruppe gemütlich durch die Stadt Innsbruck nach Hall. Von dort führt die sehr steile Salzbergstraße zum Alpengasthaus St. Magdalena auf 1287m, wo wir bei „Billi“ die wohlverdiente Mittags-pause genießen. Hier besteht auch die Möglichkeit unsere EBikes zu laden. Weiter führt die Route vorbei an ehemaligen Salzstollen zu den Herrenhäusern. Nach einer kurzen Besichtigung der Anlage dürfen wir unser Bike kurz schultern oder schieben. Die ca. 250 Höhenmeter aufs Törl 1773m sind für geübte Biker kein Problem. Alles fahrbar….Vom Übergang bis zur Kaisersäule liegt ein flowiger Trail vor uns. Wir genießen unser Bier in der Sonne und bestaunen die grandiose Aussicht auf Innsbruck und die rundumliegenden Berge! Ab jetzt wird die Strecke etwas anspruchsvoller, doch wer technisch nicht so versiert ist kann auch Teilstücke schieben. Ab der Thaurer Alm liegt wieder ein flowiges Stück vor uns. Höhengleich verläuft die Strecke zur Vintl und Rumer Alm. Von nun an geht es nur noch über mega coole Trails nach Innsbruck. Geheimtipp: Arzler Alm Trail! Sollte noch genügend Zeit zur Verfügung stehen, werde ich Euch noch Sehenswürdigkeiten der Stadt Innsbruck zeigen. Danach geht es im Turbo Modus zum Hotel Seppl, wo wir den Tag bei einem weiteren Bierchen ausklingen lassen.
Im Halltal finden sich zahlreiche Spuren des Salzbergbaus. Auch das weiße Gold genannt! Über 700 Jahre lang wurde hier das Salz unter Tage abgebaut: Vom höchsten Stollen aus, dem Wasserberg auf 1635 Metern Seehöhe, haben Bergleute bereits Ende des 13. Jahrhunderts Wasser in den salzhaltigen Berg eingeleitet: dort nutzte man die salzlösende Wirkung des Wassers. Nachdem die maximale Salz-Sättigung im Berg erreicht war, leiteten „Wasserer“ das Salz-Wasser-Gemisch, die Sole, durch eine Holzröhren-Leitung neun Kilometer abwärts zu den Sudpfannen in die Saline Hall. Dort erhitzten „Pfannhauser“ die Sole in großen Pfannen, das Wasser verdampfte und das Salz kristallisierte aus. Biken mit mir entlang der Spuren des Salzbergbaus vom Maximiliansbrünnl bis zum Herrenhaus, wo Du einen Blick in einen der acht Hauptstollen werfen kannst, die in den Jahren 1272 bis 1808 in den Berg geschlagen wurden. Einen Teil des Weges, den das Salz vom Berg ins Tal in langen Holzleitungen zurücklegte, kann man auf dem Historischen Solewanderweg befahren. In der Folge warten an markanten Punkten spannende Infostelen, die neben geschichtlichem Hintergrundwissen, fantastische bildliche Dokumente des Salzbergbaus der vergangenen Jahrhunderte präsentieren. Auf dem Weg passiert man unter anderem die Bergerkapelle, die Ladhütten, die Wasserfassung oder das steile Bettelwurfeck, welche allesamt schon fast vergessene Geschichten zu erzählen haben. Nach dem Alpengasthof St. Magdalena, dessen gute Küche sich perfekt für eine Stärkung eignet, wird es dann besonders spannend: Unweit des bekannten „Herrenhauses“, in dem zu Zeiten des Salzbergbaus die hohen Salzbeamten ihr komfortables Quartier hatten, kann man einen Blick in einen der acht Hauptstollen werfen: Den nach dem berühmten Kaiser Maximilian benannten „König-Max – Stollen“. Dieser Stollen wurde im Jahr 1492 – gerade zu der Zeit als Christoph Kolumbus Amerika entdeckte – aufgeschlagen. Ein faszinierender Blick unter die Erde!

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